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Case-Management – was ist denn das? Hilfe zur Selbsthilfe im Labyrinth der Sozialgesetze

Rolf Schilling, Geschäftsführer beim Brackenheimer Pflegeservice „d’hoim“, hat aktuell nach einjährigem Studium erfolgreich seine Weiterbildung zum „Case-Manager“ nach DGCC abgeschlossen. Grund genug, diese anspruchsvolle Tätigkeit einmal etwas genauer zu beleuchten.
Rolf Schilling erläutert: „Der Case-Manager hat die Aufgabe, die zwei relevanten Systeme im Gesundheitswesen, zum einen das Klientensystem (Patient, Angehörige, Umfeld) und zum anderen das Versorgungssystem (Klinik, Praxis, stationäre bzw. ambulante Pflege und Kos­tenträger), optimal zusammenzuführen. Der Case-Manager fungiert als Mittler zwischen allen am Versorgungsprozess beteiligten Disziplinen. Grundlage hierfür sind seine gute Kenntnis der Sozialgesetzgebung und die Fähigkeit, Prozesse zu initiieren und zu steuern sowie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller beteiligten Netzwerkpartner zugunsten des Patienten zu gestalten.

Was sich in der Theorie schon komplex genug anhört, ist in der täglichen Praxis von „d’hoim“ nicht minder anspruchsvoll. Kaum jemand ist darauf vorbereitet, wenn durch Pflegebedürftigkeit, Unfall oder sonstige Krankheit plötzlich fremde Hilfe in Anspruch genommen werden muss, ganz zu schweigen davon, wer diese Hilfe leisten kann und wer dann für die entstehenden Kosten aufkommt. Und oft muss alles dann auch ganz schnell gehen, so müssen zum Beispiel ein geeigneter Pflegeplatz oder Reha-Möglichkeiten gefunden oder medizinische Hilfsmittel besorgt werden.
Manchmal ist es sogar notwendig, den familiären Tagesablauf neu zu organisieren. „Grundsätzlich gilt es, in all der Bürokratie den Durchblick zu behalten und die Möglichkeiten der Gesetzgebung im Sinne der Patienten optimal zu nutzen. Wir erleben in diesem Zusammenhang täglich neue Herausforderungen, die wir dank unserer eigenen und auch der guten Ausbildung unserer Mitarbeiter bewältigen können“, so Katica Schilling, ebenfalls ausgebildete Case-Managerin.